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Häufig gestellte Fragen zu Wasserzinsen in der Schweiz

12. Januar 2026
Blog Tag Knowledge Wissen
Die Wasserzinsen spielen eine zentrale Rolle im Schweizer Energie- und Finanzsystem. Sie dienen nicht nur der Regulierung der Nutzung von Wasserkraft, sondern unterstützen auch die kantonalen und kommunalen Budgets, insbesondere in den Gebirgsregionen.

Dieser Artikel beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen zu Wasserzinsen, ihrer Berechnung, ihrer Bedeutung für die Gemeinden sowie ihren Auswirkungen auf Strompreise und geplante Reformen.

Was sind Wasserzinsen?

Wasserzinsen sind staatliche Abgaben, die für das Recht erhoben werden, öffentliche Gewässer zur Stromerzeugung zu nutzen. Sie werden von den Betreiber:innen von Wasserkraftwerken an die Kantone und Gemeinden gezahlt, insbesondere in Alpenregionen, die oft Standorte solcher Anlagen sind. Der Zweck der Wasserzinsen liegt in der Entschädigung für die Nutzung lokaler Ressourcen durch meist überregionale Energieunternehmen. Bundesamt für Energie.

Wie werden Wasserzinsen berechnet?

Die Berechnung der Wasserzinsen basiert auf der bruttoturbinierte Energie eines Wasserkraftwerks, ausgedrückt in kW brutto installierter Leistung. Der aktuelle bundesrechtliche Höchstbetrag liegt bei 110 CHF pro kW Bruttoleistung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch je nach Kanton und Tarif schwanken. Entscheidend ist oft die Zusammensetzung des Wasserzinses, der zwischen fixen und variablen Anteilen variieren kann. Axpo.

Wofür werden die Einnahmen aus Wasserzinsen verwendet?

- Hauptempfänger:innen der Einnahmen sind Kantone und Gemeinden, insbesondere solche mit Wasserkraftwerken.
- In einigen Kantonen können Wasserzinsen bis zu 14 % der gesamten Fiskaleinnahmen ausmachen.
- Typische Verwendungen umfassen die Finanzierung von Infrastrukturprojekten, Bildungsinitiativen und regionalen Ausgleichsprojekten.
- Einnahmen können auch in Klimaanpassungsmassnahmen oder die ökologische Aufwertung der Umgebung fliessen.
- Spezieller Fall: Im Kanton Obwalden fliessen die Einnahmen ab 2025 voll in den innerkantonalen Finanzausgleich. Blick.

Welche rechtlichen Grundlagen steuern die Erhebung von Wasserzinsen?

- Die Bundesverfassung gibt den Kantonen das primäre Verfügungsrecht über Wasser.
- Das Wasserrechtsgesetz (WRG) legt Details zur Nutzung der Wasserkräfte und zum Wasserzinsmaximum fest.
- Kantone können eigene Erhebungsmodalitäten über lokale Gesetze und Konzessionen festlegen.
- Die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Kantonen ist entscheidend für Anpassungen etwa beim Wasserzinsmaximum.
- Für bestimmte Kraftwerksstandorte existieren Sonderregelungen und befristete Modelle. Swiss Small Hydro.

Warum variieren die Wasserzinsen zwischen den Schweizer Kantonen?

Die Wasserzinsen variieren trotz bundesweitem Höchstbetrag je nach kantonaler Finanzstrategie. Einige Kantone streben Maximalsätze an, während andere niedrigere Sätze zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Energieversorgern nutzen. Regionale Unterschiede, wie die Verteilung von Klimabedingungen und Wassermengen, tragen ebenfalls zur Variation bei. SRF Nachrichten.

Wie beeinflussen Wasserzinsen die Stromkosten für Verbraucher?

- Wasserzinsen sind ein Teil der Gestehungskosten für Strom aus Wasserkraft, wirken sich jedoch nur gering auf Endkundenpreise aus.
- Eine Absenkung des Wasserzinsmaximums würde Hausstrompreise nur minimal senken, hätte aber signifikante Auswirkungen auf die Kantonsfinanzen.
- Es wird geschätzt, dass eine Absenkung des Zinses um 10 % rund 150 Mio. CHF Mindereinnahmen für Gemeinden und Kantone bedeuten könnte. Bundesamt für Energie.

Welchen Stellenwert haben Wasserzinsen für Regionen und Gemeinden?

Wasserzinsen finanzieren einen beträchtlichen Teil der regionalen Haushalte, insbesondere in alpinen Regionen. Sie sind essenziell für Förderprogramme, soziale Infrastruktur und Umweltprojekte. Im Fall einer Reduktion oder eines Wegfalls der Wasserzinsen könnte es zu erheblichen politischen und wirtschaftlichen Konflikten kommen. BFE Magazin.

Gibt es in der Zukunft geplante Änderungen oder Reformen?

- Der derzeitige gesetzliche Rahmen gilt bis Ende 2024; danach folgt eine Revision.
- Ab 2025 ist eine Revision des Wasserrechtsgesetzes vorgesehen, die die Abschaffung „ehehafter Wasserrechte“ einschliessen könnte.
- Politische Diskussionen umfassen mögliche Flexibilisierungen und Anpassungen des Wasserzinsmaximums, mit grosser Bandbreite an Meinungen. SRF Nachrichten.

Was sind hilfreiche Quellen & weiterführende Informationen zu Wasserzinsen?

- Bundesamt für Energie (BFE) bietet umfassende Informationen zu Berechnungen und politischen Reformen an.
- Kantonale Webseiten liefern spezifische Informationen zu lokalen Wasserzinskonzessionen.
- Energieunternehmen wie AXPO bieten Einblick in die Zusammensetzung der Energiepreise.
- Studien & Faktenblätter der Swiss Small Hydro sowie Berichte von SRF und Tageszeitungen. Swiss Small Hydro.

Der Diskurs um Wasserzinsen wird sicherlich weitergehen, und mit veränderten klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen könnten weitere Anpassungen erfolgen müssen. Diese FAQ liefert einen umfassenden Überblick und sollte als solide Grundlage für weitergehende Diskussionen und Entscheidungen dienen.

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